Ein glücklicheres Leben ist ein gesünderes Leben.
Die Wissenschaft hat nachgewiesen: Wenn Menschen mehr positive Emotionen erleben, haben sie tendenziell eine bessere Herz-Kreislauf-, endokrine und Immunfunktion und unter Umständen sogar ein längeres Leben. So weit, so gut.
Nun legt eine neue Studie*) nahe, dass das Erleben positiver Emotionen gemeinsam mit anderen Menschen sich noch stärker auf die Gesundheit auswirkt.
Messfaktor: Stresshormon Cortisol
In der Studie wurde jeweils das Stresshormon Cortisol gemessen. Chronisch erhöhtes Cortisol ist mit allen Arten von negativen gesundheitlichen Ergebnissen verbunden. Wenn es also etwas gibt, das dabei hilft, Cortisol zu verringern, kann das auch für unsere Gesundheit hilfreich sein.
Das Teilen von positiven Emotionen mit anderen Menschen verringert nachweislich die physiologische Reaktion auf Stress. Das ist auch ein nicht zu unterschätzender Beitrag im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung!
Positive Emotionen
Das bestätigt auch das PERMA-Modell von Martin Seligman. Das „P“ steht dabei für „Positive Emotionen“: Dabei geht es darum, wie häufig und mit welcher Intensität positive Emotionen am Arbeitsplatz erlebt werden, die unmittelbar mit der Arbeit zusammenhängen. Das sind Emotionen wie Freude, Dankbarkeit, Hoffnung und Zufriedenheit.
Selbstreflexion
Wie sieht das bei Ihnen aus?
Wenn Sie Führungskraft sind – was tragen Sie dazu bei?
Und als Kollegin oder Kollege – inwieweit teilen Sie positive Emotionen oder freuen sich mit anderen über deren Erfolgserlebnisse?
Bei Teamcoachings habe ich öfter erlebt, dass die subjektive Betrachtung durchaus unterschiedlich war – vor allem Führungskräfte schätzten das oben genannte „P“ deutlich höher ein als die Mitarbeitenden … ein gutes Coachingthema!
*) Tomiko Yoneda et al.: Better Together: Coexperienced Positive Emotions and CortisolSecretion in the Daily Lives, Journal of Personality and Social Psychology, 2025.