Mein Coaching-Kunde (langjähriger Teamleiter in einem IT-Unternehmen) erzählt mir, dass es einen Eigentümerwechsel gab und das Unternehmen nun Teil eines internationalen Konzerns ist.
Die früheren Werte zählen offenbar nicht mehr
O-Ton: „Ich habe den Eindruck, dass unsere früheren Werte beim neuen Eigentümer nichts mehr wert sind. Wo früher Pragmatismus und kurze Entscheidungswege gefragt waren, sind jetzt komplexe Entscheidungsprozesse vorgegeben.“
Korrelation zwischen persönlichen und Unternehmens-Werten
Solche Veränderungen kennen vermutlich die meisten Menschen, die von derartigen Veränderungen schon betroffen waren. Wenn jemand lange für ein Unternehmen arbeitet und sich dort heimisch fühlt, dann werden die persönlichen Werte in hohem Maß mit den (offiziellen und inoffiziellen) Unternehmenswerten übereinstimmen.
Kommt es nun zu einer Veränderung wie eben z.B. Eigentümerwechsel, entsteht in der Regel ein Wertekonflikt, der meist wenig greifbar ist. Es gibt dann Aussagen wie z.B. „Das ist nicht mehr meine Firma“.
Werteorientiert führen bedeutet ja, die definierten Werte transparent zu machen, zu kommunizieren und als Führungskraft vorzuleben.
Über Werte muss man reden!
Zurück zu meinem Coaching-Kunden: Er bekommt die Aufgabe, bis zu unserer nächsten Sitzung die Werte des neuen Eigentümers zu eruieren (Unternehmensleitbild). Wir werden dann darüber reden, wie er diese (neuen) Werte mit seinem Team kommunizieren und bei Bedarf in konkrete Maßnahmen umsetzen kann. Und: wie sich die „neuen“ Werte von den „alten“ unterscheiden …