Einfache Frage: Bleiben Sie oder gehen Sie?
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Nur mal angenommen, durch verschiedene glückliche Umstände haben Sie das, was Sie sich als Führungskraft für heute vorgenommen haben, bereits um 15 Uhr erledigt. Gehen Sie jetzt nach Hause, um den restlichen Tag zu genießen? Mit der Familie, Freund:innen oder nur mit sich selbst? Ganz ehrlich? (Nein, Home Office zählt nicht😉).

Wenn Sie ohne zu zögern mit JA geantwortet haben: Gratulation, Sie gehören zur Minderheit.

Warum Führungskräfte länger bleiben

Aus meiner Erfahrung bleiben die meisten Führungskräfte dennoch länger, aus verschiedensten Gründen:

Man kann ja die Zeit für andere Tätigkeiten nützen (z. B. endlich mal den Bericht XY fertig stellen oder die laufenden Projekte durchsehen oder einige Kundentelefonate führen). Man könnte ja auch mal mit dem Mitarbeiter X plaudern, der scheint in letzter Zeit nicht gut drauf zu sein, oder sich ein paar Gedanken zum nächsten Budget machen. Außerdem warten noch die Messeberichte auf die Durchsicht sowie einige Fachartikel – und in Social Media möchte man schließlich auch nichts Wichtiges versäumen.

Als Führungskraft ist man ja ohnehin nie mit der Arbeit fertig, es gibt immer irgendwas zu tun.

Was macht das für einen Eindruck, wenn die Führungskraft früher geht?

Und überhaupt: wie sieht das denn aus, wenn ich jetzt schon abrausche? Was denken sich denn da die Mitarbeitenden? Und erst die Chefin? An dieser Stelle könnte man übrigens auch mal über die Organisationskultur reden.

„Morgens bin ich der erste Mensch, der kommt und abends der letzte, der geht“.

Der Wert der Arbeit

Denken auch Sie so? Zugegeben, vor 100 Jahren konnte man den Wert der Arbeit tatsächlich daran messen, wie „hart“ und wie lange gearbeitet wurde. Als die meisten Menschen noch vorwiegend körperliche Arbeit in der Landwirtschaft oder in Fabriken verrichteten, ergab sich als Messgröße für die Leistung z. B. das Gewicht des geernteten Obstes oder die Anzahl der zusammen geschraubten Maschinenteile.

Und heute? Heute ergibt sich die Wertschöpfung nicht aus der Dauer der Arbeitszeit oder aus einer Stückzahl, sondern aus dem erbrachten Nutzen – auch wenn Anwesenheit offenbar noch immer häufig mit Arbeit verwechselt wird.

Streng dich an!

Die Transaktionsanalyse kennt das Konzept der „Negativen inneren Antreiber“ – einer dieser inneren Antreiber heißt „Streng‘ dich an (um jeden Preis)!“ Arbeit ist demnach nur dann etwas wert, wenn sie mit sehr viel Anstrengung verbunden ist.

Für Wertschöpfung zu sorgen, ist zugegebenermaßen harte Arbeit – auch wenn manchmal schon wenige Minuten Arbeitszeit den entscheidenden Nutzen bringen können.

In diesem Sinn: beantworten Sie bitte noch einmal die Einstiegsfrage (ganz ehrlich zu sich selbst) …

Der Coach Ihres Vertrauens bespricht das gerne mit Ihnen.

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„Ich unterstütze Sie dabei, erfolgreich zu sein. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch und jede Organisation die Fähigkeit zur Selbstentwicklung besitzt. Die Aktivierung der Stärken und Ressourcen meiner Kund:innen ist mir dabei ein besonderes Anliegen.“

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